I own you

Wenn Personen, oder noch schlimmer: Firmen, oder noch schlimmer: vermeintlich dem Sport dienende Vereine, die zumindest in der Schweiz als nicht gewinnorientierte Organisationen agieren meinen, sie würden ein Wort besitzen, ein Konzept, ein Begriff, dann meinen sie oft genug, sie besitzen die Menschen und deren Bestreben.

So ist es nicht weiter verwunderlich, wenn die FIFA einer Unternehmerin wie Frau Johanna Ismayr, Betreiberin des Bundespressestrandes an der Spree verbieten will, ein „Public Viewing“ der Fußball WM (wahrscheinlich ein Trademark der FIFA) 2010 zu verbieten. Wohl, weil sie selber schon ein anderes organisiert und eine Konkurrenzveranstaltung nicht akzeptieren will. Sie soll es nicht ein Mal dann tun dürfen, wenn sie keinen Eintritt verlangt.

In dieser interessanten Zeit, in der wir leben glauben viele, sie könnten unliebsame Meinungen und Bestrebungen über das Urheber- oder Patentrecht stoppen. Kein Wunder, eine der Rechtelobby verkauften Politik gibt ja der Rechtemafia weitgehende Eingriffsrechte in das Leben der Bürger – bis hin zur Herausgabe der Daten ohne Richtervorbehalt.

Ich finde, das heutige System im Patent- Marken- und Urheberrecht ist erheblich verkorkst. Es wird hinten und vorne Mißbrauchtund muß erheblich entstaubt und somit verändert werden. Ich weiß, daß die Piraten eine Partei sind, die das Problem erkannt hat und neue Wege bestreiten wird. Denn es kann nicht angehen, daß unter dem Mantel des Markenrechtes die FIFA Frau Ismayr verbieten kann, den Leuten öffentlich Fernsehen zu zeigen. Dieser Zustand muß geändert werden.

Im übrigen bekam die FIFA für die Ausrichtung der WM in Deutschland eine vollständige Steuerbefreiung. Na, so ein Business hätte ich auch gerne. Ich darf die Freiheiten der Menschen einschränken, somit überall absahnen und keine Steuern zahlen. Das ist ja fast so schön wie Bänker sein…